Hörgeräteakustikerin

Die Ausbildung zur Hörgeräteakustikerin war für Susanne H. die richtige Entscheidung ...

Alter bei Ausbildungsabschluss: 21 Jahre
Region Pinzgau
FiT Ausbildung LAP Hörgeräteakustikerin
Ausbildungsstätte/Firma Hörsysteme Maurer, Mittersill
Aktuelle Position/Tätigkeit Hörgeräteakustikern im Ausbildungsbetrieb

Warum hast du dich für diese Ausbildung entschieden?

Während der Ausbildung zur Restaurantfachfrau bekam ich ein Problem mit dem Rücken. Durch den quälenden Schmerz, der zu bleiben schien, entschied ich mich, einen neuen Weg einzuschlagen. Über die Beratung bei Frau & Arbeit kam ich in den FiT-Kurs und begann die Ausbildung zur Hörgeräteakustikerin. Schnell war für mich klar, dass das der richtige Weg war. Außerdem habe ich einen tollen Lehrbetrieb gefunden, der mich von Anfang an sehr unterstützt hat. Es hat von Anfang an einfach gepasst.

Was machst du in der Arbeit genau?

  • Feststellen von Hörverlusten bei Kund/innen
  • Beratung zu Hörgeräten, Gehörschutz, Umgang mit den gesamten Medizinprodukten und deren Pflege
  • Service und Wartung der Geräte
  • Kund/innenbetreuung im Seniorenheim in der Region
  • Aufklärung der Kund/innen in vielerlei Hinsicht und Ansprechperson für alle Fragen

Was waren die Reaktionen deines Umfeldes auf diesen Ausbildungsweg?

Meine Entscheidung war vor allem familiär sehr umstritten, da 90% meiner Familie in der Gastronomie tätig sind. Ich habe mich aber bis heute nicht beirren lassen und meinen Weg verfolgt, auch wenn er kritisiert wurde. Ich habe es nie bereut und bin mir sicher, dass es der richtige Weg ist, auch wenn es manche nicht verstehen. Es war für mich klar, dass ich nicht mehr Restaurantfachfrau werden möchte und ich habe gespürt, dass ich etwas anderes tun muss. Schon bevor die Rückenschmerzen begonnen haben.

Meine Betreuerin Eva, mein Partner und meine Freunde waren von Anfang an meiner Seite und haben mir den Rücken gestärkt.

Was hat dir diese Ausbildung gebracht?

Die Ausbildung war sehr wichtig für mich als Person. Sie hat mir gezeigt, was alles möglich ist, wenn ich etwas zu 100% will. Auch wenn es manchmal nicht leicht war, vor allem mit den Rahmenbedingungen, habe ich doch das Vertrauen nie verloren. Von Anfang an hatte ich viel mehr Freude an meiner Arbeit als zu meiner Zeit in der Ausbildung zur Restaurantfachfrau.

Nun geht es mir gesundheitlich wieder gut und ich habe einen großen Schritt beruflich nach oben gemacht. Weg aus der Gastronomie, auch wenn es Widerstand gegeben hat. Ich bin meinen Weg gegangen. Ich bin jetzt viel selbstbewusster, auch als Frau. Bin unabhängig und stehe mit beiden Beinen im Leben, weil ich einen Beruf habe, den nicht jeder hat und ich mich spezialisieren konnte. Auch mein Auftreten hat sich verändert und ich bin jetzt viel stärker und zuversichtlicher als zuvor.

Was war für dich die größte Herausforderung?

Den ersten Schritt zu tun und über meinen Schatten zu springen, auch entgegen dem Rat meiner Eltern. Ich habe dann irgendwann beschlossen, MEINEN Weg zu gehen und zu tun was mir guttut. Ich wollte mich nicht mehr rechtfertigen für meine Entscheidung, vor allem weil ich mir so sicher war, dass es die richtige ist.

Das andere habe ich irgendwann ausgeblendet und war froh, den ersten Schritt getan zu haben. Am Anfang konnte ich es mir nicht vorstellen, wie alles klappen kann, aber später gab es keinerlei Probleme mehr, Gott sei Dank. Danach habe ich einfach immer weitergemacht.

Wer bzw. was hat dir geholfen, dein Ziel zu erreichen?

Das war mein Partner, mit dem ich zusammengezogen bin und mir eine neue Existenz aufgebaut habe. Und natürlich meine Betreuerin Eva, die von Anfang an im Hintergrund für mich da war und mir mit den Behörden geholfen hat. Gerade am Anfang war es ein bisschen kompliziert, aber wir haben es gut hinbekommen.

Was war dein größtes Erfolgserlebnis?

Das waren definitiv der Lehrabschluss und die Tage danach, da habe ich mich bestätigt gefühlt und bin mir sicher, den richtigen Weg gewählt zu haben. Auch die Arbeit mit den Kund/innen macht mir sehr viel Freude und die Schmerzen sind verschwunden. Ich merke jeden Tag, dass es passt.

Was möchtest du anderen FiT-Teilnehmerinnen mit auf den Weg geben?

Aller Anfang ist schwer, von nichts kommt nichts und seid geduldig mit euch selbst. Habt Vertrauen in euch, ihr werdet perfekt begleitet und es ist machbar!

Was ist dir sonst noch wichtig zu sagen?

Vielen, vielen Dank Eva für die Unterstützung!

   Frau & Arbeit wird unter anderen gefördert von

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