Frau & Arbeit Leitbild

Zielgruppen

  • Frauen in beruflichen Veränderungsprozessen
  • Betriebe
  • Transitarbeitskräfte
  • MultiplikatorInnen
  • regionale HandlungsträgerInnen

a)   Klientinnen

Das Angebot von Frau & Arbeit richtet sich an Frauen aller Altersstufen, die Unterstützung
bei der beruflichen Integration und/oder Entwicklung ihrer beruflichen Fähigkeiten und Ziele suchen.

  • Arbeitslose bzw. arbeitsuchende Frauen
  • Wiedereinsteigerinnen
  • Beschäftigte Frauen, die vom Verlust des Arbeitsplatzes bedroht sind
  • Frauen, die sich beruflich verändern wollen oder müssen

Viele der o.g. Zielgruppen sind Frauen mit besonderem Beratungsbedarf:

  • Frauen mit Betreuungspflichten
  • Frauen 45 plus
  • Frauen mit Migrationshintergrund
  • Frauen mit Mehrfachbelastungen (= Großteil der Zielgruppe)
  • Frauen mit psychischer/physischer Beeinträchtigung
  • Sexarbeiterinnen

Darüber hinaus richtet sich das Angebot von Frau & Arbeit (projektbezogen) an:

  • Frauen, die sich für die berufliche Selbstständigkeit entscheiden und ihr
    eigenes Unternehmen gründen möchten
  • Frauen, die bereits gegründet haben, sich noch in der Aufbauphase ihres
    Unternehmens befinden und ihr Standing am Markt verbessern möchten
  • Teilnehmerinnen des Projekts FIT während ihrer Ausbildung
  • Frauen, die eine technisch/handwerkliche Berufsausbildung anstreben
  • Frauen in Bezug der Sozialhilfe zur beruflichen (Re-)Integration
  • (Potenzielle) Arbeitskräfte in Tourismus- und Freizeitwirtschaft

b)  Regionale Betriebe im Kontext themenspezifischer Projekte

c)  Multiplikator/innen

  • andere Social-Profit-Organisationen
  • lokale, regionale und überregionale ExpertInnen
  • Entscheidungsträger/-innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft

Wirkungsziele

  • (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt gelingt leichter
  • Vermittlungsbarrieren sind beseitigt
  • Mögliche Aus- und Weiterbildungen bzw. deren Finanzierung sind klar
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist so weit wie möglich geklärt
  • Frauen erleben eine berufliche Besserstellung und /oder erhalten ihren Arbeitsplatz
  • Die berufliche und soziale Kompetenz, die Motivation und die individuelle Handlungsorientierung ist erhöht
  • Frauen erwirtschaften ein eigenes, existenzsicherndes Einkommen aus Erwerbsarbeit aus selbstständiger Beschäftigung
  • Die individuelle Lösungskompetenz der Teilnehmerinnen erhöht sich, ebenso die Handlungsspielräume und der wirtschaftliche Aktionsradius
  • Frauen (vor allem mit Migrationshintergrund) erreichen eine berufliche Besserstellung und eine ausbildungsadäquate Beschäftigung
    mithilfe von wechselnden Programmen
  • Die Integration von Frauen 45plus auf dem Arbeitsmarkt gelingt zunehmend besser
  • Betriebe erkennen die Potenziale älterer Arbeitnehmerinnen
  • Betriebe sind sensibilisiert für den Wert von Frauen in technisch / handwerklichen Berufen
  • Die Überlebensfähigkeit der von Frauen gegründeten Unternehmen erhöht sich
  • Im Tourismus sind Arbeitsplätze entstanden, die Beruf und Privatleben vereinbaren lassen
  • Sexarbeiterinnen haben eine neue Perspektive erhalten und entwickeln schrittweise mögliche Ausstiegsszenarien
  • Die wertfreie Beratung / Unterstützung ermöglicht Sexarbeiterinnen eine Stärkung ihres Selbstvertrauens
  • Integrationslotsinnen unterstützen andere migrantische Frauen bei ihren beruflichen Belangen
  • Frauen haben durch ein niederschwelliges Angebot im Internet einen erleichterten Zugang zu relevanten
    Informationen rund um die Erwerbstätigkeit; zusammengefasst auf einer Website
  • Die breiten Vernetzungsstrukturen ermöglichen die Nutzung von Synergien, die Partizipation an bestehenden Kommunikations- und Kooperationsstrukturen und die effiziente Implementierung von Projekten
  • Kontinuierlicher Zuwachs an Know-how und Kontakten durch die Teilnahme an WINNET Europe
  • Durch Informationstransfer/-austausch auf unterschiedlichen Ebenen (Veranstaltungen, Materialien, Netzwerke etc.) wird kontinuierlich die Expertise zum Thema Frau und Arbeitsmarkt aktualisiert und weiterentwickelt

Expertise

  • Gendersensibilität in allen relevanten Themenfeldern
  • Expertise in Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Frauenpolitik
  • Hohe Innovationskraft und Lösungskompetenz hinsichtlich der (Weiter-)Entwicklung der Angebote
    im Sinne der diversen Problemlagen der Kundinnen
  • Kompetenz zur Lösung unterschiedlicher Fragestellungen durch interdisziplinär und mehrfach qualifizierte MitarbeiterInnen
  • Umfangreiche Methodenkompetenz
  • Selbstreflexionsfähigkeit, hohe kommunikative und soziale Kompetenz
  • Empathie für die Situation der Klientinnen
  • Offenheit für unterschiedliche Lebensformen/-erfahrungen und wertschätzender Umgang
  • Geschulter Umgang mit Frauen mit Behinderungen

Ziele

Übergeordnetes Ziel

Die Verbesserung der Chancengleichheit von Frauen auf dem Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft
zur Sicherung ihrer Existenz über bezahlte Arbeit als Voraussetzung für ein selbstbestimmtes unabhängiges Leben.

Ziele der Organisation

  • Frau & Arbeit ist etablierte Anlaufstelle im Bundesland Salzburg für Frauen in beruflichen Veränderungsprozessen
    und Expertin in Sachen Frauen & Arbeitsmarkt
  • Erhalt und Weiterentwicklung der MA-Kompetenzen in den unterschiedlichen Themenfeldern von Frau & Arbeit
    und damit Gewährleistung einer hohen Qualität der Angebote
  • Gendersensible und ganzheitliche Beratung als Frauenservicestelle
  • Sensibilisierung (für die Belange von Frauen am Arbeitsmarkt) von Betroffenen, Entscheidungsträger/innen,
    der Öffentlichkeit und MultiplikatorInnen
  • Kontinuierliche (Weiter-)Entwicklung von Maßnahmen, Lösungen, Angeboten
    im Rahmen von (EU)-Projekten, Fundraising
  • Kontinuierliche Darstellung der Tätigkeiten (Marketing / Öffentlichkeitsarbeit)
    und Kommunikation mit Kundinnen (Befragungen)
  • Kooperation mit anderen Einrichtungen

Qualitätssicherung

Frau & Arbeit arbeitet nach dem Qualitätsmodell „Struktur, Prozess- und Ergebnisqualität".
Die Qualität der Dienstleistungen wird allerdings stets aus dem jeweiligen Blickwinkel einzelner
Personen und Personengruppen unterschiedlich bewertet – je nachdem, welche u. U.
voneinander abweichenden Ziele im Rahmen des Beratungskontextes verfolgt werden.
Im Hinblick auf die Einordnung in eine Dienstleistungstypologie kann festgestellt werden,
dass arbeitsmarktpolitische Dienstleistungen zu den personenbezogenen Dienstleistungen zählen.

Sie sind subjektbezogen und richten sich auf den Intellekt der Menschen. Dies hat
weitreichende Konsequenzen, vor allem für die Ergebnisse: die Dienstleistungsanbieter/innen
können nur ein Leistungsversprechen ausdrücken, indem sie für hochwertige Strukturen und
Prozesse sorgen. Ein hochwertiges Ergebnis setzt die motivierte Mitarbeit der Kundin voraus
(Vergleiche Manon Irmer/Katharina Slezak; „Konzepte zur Erfassung der Beschäftigungs- und
Dienstleistungsqualität im sozial- und arbeitsmarktpolitischen Bereich"; Wien im Juni 2006)