Kristina E., Chemielabortechnikerin

Alter bei Ausbildungsabschluss 26
Region Salzburg

FiT Ausbildung/Beruf Chemielabortechnikerin
Ausbildungsstätte/Firma Sony DADC BioSciences GmbH

Aktuelle Position/Tätigkeit Tagschichttechnikerin

Warum hast du dich für diese Ausbildung entschieden?

Weil der Beruf eine Herausforderung darstellt und er sehr abwechslungsreich ist. Man führt sowohl Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durch, als auch Routinetätigkeiten im Labor. Gefordert sind Fähigkeiten im Bereich des logischen Denkens, aber auch Kreativität und vernetztes Denken. Bei so viel Abwechslung ist man einfach immer gefordert und es wird nie eintönig oder gar langweilig. Das war mir sehr wichtig. 

Was waren die Reaktionen deines Umfeldes auf diesen Ausbildungsweg?

Die meisten waren erstaunt, da ich bereits eine Ausbildung zur Gastronomiefachfrau (Köchin/Kellnerin) abgeschlossen hatte und dann erneut eine Ausbildung gemacht habe. Viele haben gefragt, warum ich mir die Lernerei schon wieder antue. Dabei wissen die gar nicht, dass ich die Lehre sogar mit Matura gemacht habe. Ich muss eben ständig gefordert sein, denn wie heißt es so schön „Wer rastet der rostet!“.

Was hat dir diese Ausbildung gebracht?

Viele neue und spannende Einblicke in die Naturwissenschaften im Bereich Chemie und Biologie, aber auch in die Betriebswirtschaft, weshalb mein Fachbereich bei der Matura auch BWL geworden ist. Vieles von dem Wissen, das ich über die Jahre erlangen durfte, ist auch sehr nützlich im Alltag. Beim Einkaufen zum Beispiel oder auch beim Lesen der Shampooflasche. Man weiß immer, womit man es zu tun hat.

Was war für dich die größte Herausforderung?

Das Jahr 2015! Ich ging zweimal für zwei Monate in die Berufsschule und habe in 3 Fächern maturiert und als Zugabe auch noch die Lehrabschlussprüfung absolviert. Die meiste Zeit in diesem Jahr habe ich Bücher und Schulunterlagen gewälzt. Glücklicherweise habe ich einen lieben und verständnisvollen Partner an meiner Seite, der mich immer unterstützt und oft mit mir gelernt hat.

Du hast ja Lehre mit Matura gemacht. Das heißt, die Lehre schon abgeschlossen und die Matura auch schon zu einem großen Teil. Was hat dich dazu bewogen und wie ging es dir mit dieser doppelten Herausforderung?

Wie bereits erwähnt „Wer rastet der rostet“. Mir war es wichtig, die Matura zu machen, um mir alle Wege, die ich in Zukunft vielleicht noch beschreiten will, offen halten zu können. In der Gastronomie hat man nicht sehr viel Freizeit, da wird einem bei einem „Mo-Fr;  7:00-17:00 Uhr Job“ abends, unter der Woche schnell langweilig. Wenn man unter Zeitdruck eines lernt, dann ist das Effizienz! Damit hab ich auch einige gute Skills aus der Gastro mit in meine neue Berufung nehmen können.

Wer bzw. was hat dir geholfen, dein Ziel zu erreichen?

Meine Familie, mein Partner und meine Freunde, aber auch meine Kollegen sind immer und zu jeder Zeit hinter mir gestanden. Egal was ich wann gebraucht habe, sei es Hilfe beim Lernen oder einen Tag frei für Prüfungen oder zum Lernen, ich habe alles bekommen, was mir weitergeholfen hat.

Was war dein größtes Erfolgserlebnis?

Ich habe alle vier Berufsschulklassen mit Auszeichnung bestanden und auch die Maturaprüfungen bisher können sich sehen lassen. Dass das alles so gut geklappt hat und ich auch die Lehrabschlussprüfung schon bestanden und hinter mir habe, empfinde ich als größten Erfolg.

Was möchtest du anderen FiT-Teilnehmerinnen aus deinem Erfahrungsschatz mit auf den Weg geben?

Dass man immer weiter machen sollte, auch wenn es manchmal zum Reinbeißen ist und man kurz vor der Verzweiflung steht. Aufgeben darf man erst, wenn man es zumindest einmal versucht hat. Auch ich habe Tage erlebt, an denen ich am liebsten alles hingeworfen hätte, aber mein Partner hat mich immer wieder aus solchen Tiefs geholt und motiviert, dass ich weitermachen soll. Ich bin ihm sehr dankbar dafür und ich habe es nicht bereut. Natürlich heißt es auch manchmal, dass man auf Dinge verzichten muss, weil das Lernen gerade im Vordergrund steht und wichtiger ist, aber wenn man seinen Erfolg erntet und merkt, was man vollbracht hat, dann weiß man, dass es das alles wert war.

Man lernt dann die schönen Dinge im Leben auch wieder mehr zu schätzen, wenn man eben mal darauf verzichten musste.

Was ist dir sonst noch wichtig zu sagen?

Immer weitermachen und nicht aufgeben! Irgendwie klappt es schon!